Wer darf was
Rechte hängen an Gruppen, nicht an Personen.
Jedes Konto ist in einer oder mehreren Gruppen. Die Gruppe bringt die Rechte mit. Wer mehr können soll, kommt in eine weitere Gruppe — einzelne Rechte werden nicht an Personen vergeben.
| Gruppe | Was sie wirklich kann |
|---|---|
| Gast | Anmelden und registrieren, FAQ lesen. Mehr nicht. |
| Mitglied | Der Normalfall: Schichten sehen und selbst übernehmen, Qualifikationen anfragen, News lesen und kommentieren, Nachrichten schreiben, Fragen stellen, Orte und Materialbestand sehen, Kalender abonnieren. |
| Schichtkoordination | Das operative Team. Schichten erstellen und ändern, andere ein- und austragen, Qualifikationen bestätigen, Konten verwalten, News schreiben, Fragen beantworten, Tags pflegen, Stundenkonto führen, Material ausgeben. |
| Verwaltung | Das Gerüst: Qualifikationen anlegen und ändern, Orte anlegen, Schichttypen anlegen, alle Logs lesen, News hervorheben, Nicks ändern, Programm importieren, Material verwalten. |
| Technik | Am System selbst: Gruppenrechte, Konfiguration, Plugins. |
| Goodie-Ausgabe | Ursprünglich Shirts und Goodies — bei uns abgeschaltet. Trägt heute praktisch nur noch das Recht, Material auszugeben. |
| Begrüßung, Gutscheine, API-Zugriff | Zurzeit ohne Wirkung: Ankunftsmeldung und Gutscheine sind abgeschaltet, die API nutzt niemand. |
Verwaltung klingt nach „darf alles“, ist es aber nicht. Alltagsrechte liegen bei der Schichtkoordination (Schichten, Konten, Bestätigungen), das Anlegen der Bausteine bei der Verwaltung (Qualifikationen, Orte, Schichttypen), und Gruppenrechte, Konfiguration und Plugins ausschließlich bei Technik. Wer im Menü einen Punkt vermisst, fehlt meist nur in einer dieser drei Gruppen.
Welche Gruppe welches Recht hat, steht unter Gruppenrechte — das sieht nur die Gruppe Technik. Eine Person einer Gruppe zuzuordnen geht dagegen über Alle Personen → Konto → bearbeiten, und das darf die Schichtkoordination.
In einem Kollektiv von zehn Leuten ist die Versuchung groß, allen alles zu geben. Zwei Gründe dagegen: die Sperren des Systems (Überbuchung, fehlende Qualifikation) greifen für Koordination und Verwaltung nicht — wer die Rechte hat, kann sie versehentlich übergehen. Und im Log steht hinterher nur, dass „jemand mit Rechten“ es getan hat.
Eine Veranstaltung aufsetzen
Engelsystem kennt keine „Veranstaltung“ als eigenes Ding. So bilden wir sie ab.
Das System ist ursprünglich für eine Großveranstaltung gebaut. Wir nutzen es dauerhaft für viele. Die Abbildung:
| Was wir meinen | Was wir dafür anlegen |
|---|---|
| Der Ort, an dem gearbeitet wird | Ort (z. B. „Münster“, ein Clubname, ein Festivalgelände) |
| Die Art des Dienstes | Schichttyp — bei uns: Awareness-Dienst, Rückzugsraum, Auf- und Abbau, Bereitschaft, Schulung |
| Die konkrete Veranstaltung | Tag an den Schichten (z. B. „CSD 2026“) — damit lässt sich später filtern |
| Der Dienst selbst | Schicht mit Datum, Uhrzeit, Ort, Typ und Bedarf je Qualifikation |
- Ort anlegen unter Orte, falls es ihn noch nicht gibt (Gruppe Verwaltung). Dort lässt sich auch hinterlegen, welche Qualifikationen an diesem Ort standardmäßig gebraucht werden.
- Schichttyp prüfen unter Schichttypen (anlegen und ändern: Gruppe Verwaltung). Die Beschreibung des Typs erscheint später bei jeder Schicht — dort gehört hinein, was immer gilt.
- Tag anlegen unter Tags, einen je Veranstaltung. Bei vielen Terminen ist das später der einzige Weg, die Liste wieder übersichtlich zu bekommen.
- Schichten erstellen — siehe nächster Abschnitt.
Tags lassen sich zwar nachträglich setzen, aber nur Schicht für Schicht. Wer den Tag vorher anlegt, hakt ihn beim Erstellen einmal an und ist fertig.
Schichten erstellen
Schichten erstellen im Verwaltungsmenü. Die wichtigste Seite überhaupt.
Drei Arten, Schichten anzulegen
| Modus | Was passiert | Wofür |
|---|---|---|
| Einzelne Schicht | Genau eine Schicht von … bis … | Schulung, Vortrag, einmaliger Termin |
| Mehrere gleich lange | Ein Zeitraum wird automatisch in gleich lange Blöcke geteilt | Der Normalfall: ein Clubabend 22–06 Uhr in vier Zweistundenschichten |
| Variable Längen | Du gibst die Übergabezeiten selbst an | Wenn die Blöcke unterschiedlich lang sein sollen — etwa kürzere Schichten in der Kernzeit |
Für Nachtschichten gibt es ein eigenes Häkchen, damit ein Zeitraum über Mitternacht hinweg richtig geteilt wird.
Bedarf festlegen
Wie viele Menschen je Qualifikation gebraucht werden, geht auf drei Wegen:
- Von Hand — für diese Schichten einzeln eingetragen.
- Vom Schichttyp — was am Typ hinterlegt ist.
- Vom Ort — was am Ort hinterlegt ist.
Wer regelmäßig dieselbe Besetzung braucht, hinterlegt sie einmal am Schichttyp und muss sie nie wieder eintippen.
Vor dem Speichern zeigt die Seite, welche Schichten genau entstehen würden. Ein Blick darauf spart das Aufräumen von dreißig falschen Schichten — die müsste man einzeln wieder löschen.
Ändern und löschen
Beim Ändern von Zeit, Ort oder Typ bekommen alle Eingetragenen automatisch eine Mail. Beim Löschen ebenfalls. Das ist einer der wenigen Fälle, in denen das System von sich aus schreibt — nutzt es, statt parallel in einer Chatgruppe Bescheid zu geben.
Qualifikationen verwalten
Was Engelsystem „Engeltypen“ nennt, heißt bei uns Qualifikationen.
Bestätigen
Neun unserer vierzehn Qualifikationen sind bestätigungspflichtig — wer sie anhakt, kommt erst in die Schicht, wenn ein Mensch zugestimmt hat. Offene Anfragen erscheinen als Hinweis oben auf jeder Seite.
- Auf den Hinweis klicken oder unter Qualifikationen die betreffende Rolle öffnen.
- Die unbestätigten Personen stehen oben. Einzeln bestätigen — oder alle bestätigen.
Der Knopf bestätigt wirklich alle offenen Anfragen dieser Rolle auf einmal, ohne Rückfrage. Bei Awareness-Basis ist das genau das Falsche, wenn die Schulung noch aussteht.
Neue Qualifikation anlegen
Unter Qualifikationen → anlegen — das darf die Gruppe Verwaltung, nicht die Schichtkoordination. Die Einstellungen, die wirklich etwas bewirken:
| Einstellung | Bedeutung |
|---|---|
| Bestätigung nötig | Anhaken bei allem, wofür es eine Schulung oder Einweisung braucht. Ohne Häkchen kann sich jede*r selbst freischalten — richtig für Sprachkenntnisse, falsch für Awareness-Rollen. |
| Selbst eintragen erlaubt | Aus, wenn nur die Koordination Menschen in diese Rolle setzen soll. |
| Beschreibung | Wird angezeigt, bevor jemand anfragt. Der beste Ort, um zu erklären, was die Rolle verlangt. |
Das System kennt kein Ablaufdatum. Eine einmal bestätigte Awareness-Basis gilt für immer, auch wenn die Schulung fünf Jahre her ist. Wenn ihr eine Auffrischung durchsetzen wollt, müsst ihr die Bestätigung von Hand entziehen — oder die Jahreszahl in den Namen der Qualifikation schreiben („Awareness-Basis 2026“) und jährlich eine neue anlegen.
Menschen verwalten
Alle Personen im Verwaltungsmenü. Darf die Schichtkoordination.
- Konto anlegen — geht auch für Leute ohne eigene Registrierung, etwa bei einer Schulung vor Ort.
- Gruppen zuweisen — im Konto, siehe „Wer darf was“.
- Passwort zurücksetzen — falls die Mail nicht ankommt.
- Konto löschen — nimmt die Schichteinträge mit.
Selbstregistrierung
Sie ist eingeschaltet: Jede Person mit dem Link kann sich ein Konto anlegen und landet in Mitglied. Ohne bestätigte Qualifikation kommt sie in keine Awareness-Schicht — die Registrierung allein öffnet also nichts. Wer sie trotzdem schließen will, findet den Schalter in der Konfiguration (Gruppe Technik).
Klarname, Handynummer, DECT und Anreisedatum sind bei uns abgeschaltet. Im System stehen nur Nick, Pronomen, E-Mail und Qualifikationen. Das ist bewusst so — was darüber hinaus nötig ist, klärt ihr direkt.
Während des Einsatzes
Die Seiten, die ihr am Abend wirklich braucht.
Startseite
Zeigt die kommenden Schichten und wo Plätze fehlen. Der schnellste Blick auf Lücken.
Freie Personen
Wer gerade in keiner Schicht steht — sortierbar nach Qualifikation. Für spontanen Ersatz.
Aktive Personen
Wer wie viele Schichten übernommen hat. Für die Nachbesprechung und um Überlastung zu bemerken.
Jemanden eintragen oder austragen
In der Schicht selbst. Als Koordination bist du an die 24-Stunden-Frist nicht gebunden — du kannst jederzeit ein- und austragen.
Drei selbst gesetzte Grenzen
Zusätzlich zu den eingebauten Prüfungen sperrt das System das Selbst-Eintragen, wenn eine davon nicht erfüllt ist:
| Regel | Standard | Einstellung |
|---|---|---|
| Ruhezeit zwischen zwei Diensten | 8 Stunden | vor_ruhezeit_stunden |
| Höchstdauer in 24 Stunden | 12 Stunden | vor_tagesmaximum_stunden |
| Erste Schicht nicht allein | an | vor_tandem_aktiv |
Greift eine Regel, ist der Eintragen-Knopf gar nicht erst da — die Person sieht statt einer Fehlermeldung nach dem Klick gleich den Grund. Auf 0 bzw. aus gesetzt schaltet die Regel ab.
Diese Sperren gelten nur fürs Selbst-Eintragen. Alle drei Meldungen sagen ausdrücklich „sag der Koordination Bescheid" — die Regeln sollen schützen, nicht die Handlungsfähigkeit nehmen.
Wenn du jemanden über die Koordinationsseite einträgst, prüft das System weder auf freie Plätze, noch auf Zeitüberschneidung, noch auf die Qualifikation. Eine Schicht kann so doppelt besetzt sein, ohne dass jemand gewarnt wird. Die Sperren gelten nur, wenn Leute sich selbst eintragen.
Material ausgeben
Material in der Hauptnavigation.
Sehen dürfen alle Angemeldeten. Anlegen, ausgeben und zurückbuchen dürfen Schichtkoordination, Verwaltung und Goodie-Ausgabe.
Bestand anlegen
Über das + neben der Überschrift. Die Stückzahl ist die Gesamtzahl, nicht der freie Bestand — wie viel gerade da ist, rechnet die Seite selbst und zeigt es als 9 / 12.
Ausgeben
- Material ausgeben anklicken.
- Person und Gegenstand aus der Liste wählen — beides Auswahlfelder, es wird nichts abgetippt. In Klammern steht, wie viele frei sind.
- Anzahl eintragen, optional eine Notiz, buchen.
Zurücknehmen
In der Zeile unter Gerade ausgegeben den Status wählen — Zurück, Beschädigt zurück oder Verloren — und auf Buchen klicken. Die Uhrzeit setzt das System.
Mehr auszugeben, als frei ist, wird abgelehnt. Was komplett draußen ist, steht gar nicht erst zur Auswahl. Und eine zweite Rückgabe auf dieselbe Ausleihe ändert nichts mehr — versehentliches Doppelklicken schadet nicht.
Keine Reservierung im Voraus, keine Bindung an eine Schicht, keine Seriennummern. Wer dasselbe Ding zweimal bekommt, steht in zwei Zeilen. Und Defektes müsst ihr selbst aussortieren: der Zustand defekt nimmt den Gegenstand aus der Ausgabeliste, korrigiert aber nicht die Stückzahl.
Team und Verfügbarkeit
Wen könnt ihr überhaupt fragen — und wie ist eine Schicht besetzt.
Schichtbesetzung auf einen Blick
Team → Schichtbesetzung: alle kommenden Schichten mit Besetzung, Bedarf, wer draufsteht und in welcher Rolle — plus die Verteilung der freiwilligen Selbstauskunft.
Es gibt keine Sperre, die eine Schicht wegen ihrer Zusammensetzung blockiert — und das ist Absicht. Eine solche Sperre würde die Selbstauskunft erzwingen: man käme nur noch in eine Schicht, wenn man sich vorher outet. „Ohne Angabe" ist deshalb keine Lücke, sondern eine Zeile wie jede andere.
Die Schichtansicht filtert immer, auch wenn es nicht so aussieht. Wenn jemand eine Schicht nicht findet, ist es fast immer einer von diesen drei:
- Die Qualifikation passt nicht. Voreingestellt zeigt die Ansicht nur Schichten, für die man die eigene, bestätigte Qualifikation hat. Wer koordiniert und alles sehen will, klickt bei Qualifikationen auf Alle. Adminrechte helfen hier nicht — Rechte und Qualifikation sind zwei verschiedene Dinge.
- Die Qualifikation ist noch nicht bestätigt. Bei eingeschränkten Qualifikationen zählt erst die Bestätigung durch die Koordination. Vorher zählt sie im Filter nicht mit.
- Der Zeitraum passt nicht. Oben stehen Datum und Uhrzeit. Steht dort ein schmales Fenster, fällt alles außerhalb weg. Gestern, Heute, Morgen setzen es schnell neu.
Und weil der Filter in der Sitzung gespeichert wird: einmal abmelden und wieder anmelden setzt ihn zurück.
Wer kann wann
Team → Wer kann wann: Zeitraum eingeben, optional nach Qualifikation und Team filtern — heraus kommt, wer in diesem Fenster Zeit hinterlegt hat.
Gesucht wird nach Überlappung, nicht nach Einschluss: wer von 18 bis 2 Uhr kann, taucht auch bei einer Schicht von 20 bis 22 Uhr auf.
Beim Filter Qualifikation zählt bei einer eingeschränkten Qualifikation nur, wer dafür bestätigt ist. Bei einer offenen Qualifikation zählt jede*r, die*der sie eingetragen hat — dort gibt es keine Bestätigung, und niemand fällt deshalb aus der Liste.
Gezielt anfragen statt Rundmail
- Suchen — Zeitraum und, wenn nötig, Qualifikation.
- Abhaken, wen ihr fragen wollt. Alle sind vorausgewählt.
- Text anpassen und senden. Geht als Nachricht im Schichtplan raus und löst eine Mail aus, sofern die Person das eingestellt hat.
Der vorgeschlagene Text sagt von sich aus, dass Absagen in Ordnung ist. Lasst das drin.
Teams
Team → Teams: freie Zugehörigkeiten wie „Team Münster" oder „Festival-Crew". Sie geben keine Rechte — anders als die Gruppen unter Gruppenrechte. Genau dafür gibt es sie: damit ihr Leute zusammenfassen könnt, ohne dabei versehentlich Rechte zu verteilen.
Ihre eigenen Zeiträume löschen. Auch ihr könnt das nicht — bewusst.
Schichttausch
Was ihr davon mitbekommt — und was von selbst läuft.
Wer eine Schicht nicht schafft, bietet sie unter Schichttausch an, statt einfach abzusagen. Solange niemand zusagt, bleibt die Person eingetragen und für euch ändert sich nichts. Übernimmt jemand, wird in einem Zug getauscht.
Jeder vollzogene Tausch erzeugt eine Nachricht im Schichtplan an alle mit
dem Recht tausch.notify — voreingestellt ist das die
Schichtkoordination. Die abgebende Person wird ebenfalls
benachrichtigt. Auf der Tauschseite steht dazu eine Liste der letzten
Tausche.
Was das System dabei prüft
Bei der Übernahme läuft dieselbe Prüfung wie beim normalen Eintragen: Qualifikation vorhanden und bestätigt, keine Zeitüberschneidung, Schicht noch nicht gelaufen. Fällt eine davon durch, passiert gar nichts — die abgebende Person bleibt eingetragen und das Angebot bleibt offen.
Klicken zwei Personen gleichzeitig, bekommt genau eine die Schicht. Eine doppelt besetzte Schicht kann so nicht entstehen.
Genau dafür ist er da: auch 20 Minuten vor Beginn kann noch getauscht
werden, sofern jemand zusagt. Wenn ihr das nicht wollt, nehmt der
Gruppe Mitglied das Recht tausch.view — dann ist die
Tauschbörse für alle außer der Koordination weg.
Angebote schließen sich von selbst, wenn die Schicht gelöscht wurde, begonnen hat oder die anbietende Person sich regulär ausgetragen hat. Ihr müsst nichts aufräumen.
Honorare und Aufwandsentschädigungen
Für bezahlte Einsätze — Schulungen, Workshops, Vorträge.
Es wird weder Rechnung noch Gutschrift im Namen der leistenden Person ausgestellt. Für ihre Abrechnung ist jede Person selbst verantwortlich. Das System dokumentiert nur, was geleistet wurde und was das Kollektiv zahlt.
Was dabei herauskommt, hängt an einer Einstellung pro Person:
| Einstellung am Konto | Beleg | Was darauf steht |
|---|---|---|
| Steuerfreie Pauschale | Auszahlungsbeleg | Rechtsgrundlage (§ 3 Nr. 26 oder 26a EStG), Stand des Jahresfreibetrags, Selbsterklärung und zwei Unterschriftszeilen |
| Ich rechne selbst ab | Leistungsnachweis | Zeitraum, Einzelposten, Summe — und ausdrücklich „Dies ist keine Rechnung“ |
Bei der Pauschale gibt es keine. Bei der Selbstabrechnung weist sie die Person auf ihrer eigenen Rechnung aus. Die Nummer auf unseren Belegen ist eine interne Belegnummer für die Buchhaltung des Kollektivs, keine Rechnungsnummer — das steht auch so auf dem Papier.
Einmal je Veranstaltung: das Vergütungsmodell
Ein Vergütungsmodell beschreibt einen Auftrag: wer beauftragt, wo, in welchem Zeitraum — und was die Stunde wert ist. Es ist der Dreh- und Angelpunkt, weil daraus sowohl die Verträge als auch die Abrechnung entstehen.
- Tag an den Schichten vergeben — etwa „NRW-Tag 2026“. Der Tag ist die Verbindung zwischen Schichten und Vergütung. Ohne ihn weiß das System nicht, welche Dienste dazugehören.
- Modell anlegen unter Honorar → Vergütungsmodelle: Auftraggeberin samt Anschrift und vertretungsberechtigter Person, Dienstort, Zeitraum, Vertragsgegenstand, Gerichtsstand. Das alles steht später wörtlich im Vertrag.
- Sätze eintragen. Ein Satz ohne Zeitfenster gilt immer. Ein Satz mit Zeitfenster überschreibt ihn für diese Uhrzeiten.
- Jede Person hinterlegt ihre Auszahlungsdaten selbst — inklusive Geburtsdatum und der Frage, ob Pauschale oder Selbstabrechnung. Ihr könnt es nachtragen.
Beim NRW-Tag war die Stadt Münster Auftraggeberin, nicht das Kollektiv. Genau dafür ist das Feld da — ihr könnt für jeden Auftrag eintragen, wer ihn vergeben hat.
Nachtzuschlag und andere Staffelungen
Genau die Regelung aus eurem Mustervertrag — 15,00 € je Stunde tagsüber, 17,00 € für Einsätze von 20:00 bis 02:00 Uhr — legt ihr als zwei Sätze an: einen ohne Zeitfenster und einen mit 20:00 bis 02:00. Über Mitternacht funktioniert.
Eine Schicht von 18 bis 2 Uhr wird dann automatisch aufgeteilt:
| Zeile | Betrag |
|---|---|
| 2,00 h × 15,00 € | 30,00 € |
| 6,00 h × 17,00 € | 102,00 € |
| Summe | 132,00 € |
Zwei Zeilen, kein Mischpreis. „8 h × 16,50 €" wäre dieselbe Summe, aber auf dem Beleg nicht nachvollziehbar.
Verträge — für alle auf einmal
Honorar → Verträge: Modell wählen, und ihr seht alle Personen, die auf Schichten mit diesem Tag stehen. Ankreuzen, ein Klick, fertig. Wer schon einen Vertrag hat, ist nicht angehakt; wer keine Auszahlungsdaten hinterlegt hat, erscheint als Hinweis statt als stiller Fehlschlag.
| Einstellung am Konto | Was entsteht |
|---|---|
| Ich rechne selbst ab | Honorarvertrag — mit Umsatzsteuer- und Selbständigkeitshinweis, Fälligkeit nach eigener Rechnungsstellung |
| Steuerfreie Pauschale | Vereinbarung über eine Aufwandsentschädigung — ohne diese Paragrafen, dafür Rechtsgrundlage, Jahresfreibetrag und Selbsterklärung |
Die Paragrafentexte stehen in der Konfiguration und sind dort änderbar — vorbelegt mit dem Wortlaut eures Musters. Aufgelöst werden sie beim Ausstellen: ändert ihr später einen Text, bleibt ein bereits ausgestellter Vertrag, wie er unterschrieben wurde.
§ 6 Abs. 4 verlangt, dass gesondert informiert wurde. Die Information nach Art. 13 DSGVO wird deshalb als Anlage mitgedruckt — nicht separat, sonst wird sie vergessen.
Der Ablauf je Auszahlung
- Leistungen erfassen unter Honorar → Veranstaltung abrechnen: Modell wählen, und alle Schichten mit diesem Tag stehen da — nach Person gruppiert, schon ausgerechnet, mit Summe. Ankreuzen, ein Klick, alle auf einmal. Der alte Weg über Leistungen (Person für Person, freier Betrag) bleibt für Ausnahmen.
- Prüfen. Solange eine Leistung offen ist, könnt ihr sie löschen. Danach nicht mehr.
- Beträge eintippen.
15,00und15.00meinen beide fünfzehn Euro, ebenso1.234,56und1234.56. Über 100.000 € nimmt das Feld nichts an — das wäre ein Vertipper. - Abschließen. Auf der Startseite von Honorar steht je Person, was offen ist — und bei Pauschalen gleich daneben, wie viel Freibetrag dieses Jahr schon verbraucht ist.
- Ausdrucken. Drucken oder als PDF sichern öffnet das Dokument als sauberes Blatt und gleich danach den Druckdialog. Dort Als PDF speichern wählen, wenn ihr eine Datei braucht. Beim Auszahlungsbeleg unterschreiben lassen — die Selbsterklärung ist der Grund, warum der Beleg existiert.
Es gibt zwei Knöpfe, und sie führen an dieselbe Stelle:
- Drucken oder als PDF sichern — Blatt aufschlagen und Druckdialog aufmachen, in einem Schritt.
- Druckansicht — nur das Blatt, ohne Dialog. Für alle, die erst schauen wollen. Von dort geht es mit Strg+P (am Mac ⌘+P) weiter, auch ohne JavaScript.
Das Blatt ist immer schwarz auf weiß, unabhängig davon, ob ihr das Schichtplan-Design hell oder dunkel eingestellt habt. Das war eine Weile anders: gedruckt kam Schwarz auf Schwarz heraus, weil die Seite das dunkle Design mitgenommen hat. Deshalb hängt das Druckblatt jetzt gar nicht mehr am Design.
Der Vertrag bekommt die Datenschutz-Anlage automatisch auf eine eigene Seite, und Ort, Datum und Unterschriftszeilen bleiben zusammen.
Würde eine Auszahlung den Jahresfreibetrag überschreiten, erscheint statt des Knopfes eine Warnung, und das Ausstellen wird abgelehnt. Aber: der Freibetrag gilt pro Person über alle Vereine zusammen. Wer anderswo schon etwas bekommen hat, verbraucht ihn dort mit. Genau dafür unterschreibt die Person die Erklärung — fragt im Zweifel nach.
Es gibt keinen Bearbeiten-Knopf. Stimmt etwas nicht, storniert ihr: es entsteht ein Storno mit eigener Nummer und negativem Betrag, die Leistungen werden wieder offen, und bei der Pauschale ist der Freibetrag wieder frei. Dann korrigiert ihr und schließt neu ab. Beide Belege bleiben stehen.
Verschlüsselt gespeichert, steht also nicht im Klartext in den
nächtlichen Sicherungen. Sehen können sie die Person selbst und wer
honorar.manage hat — voreingestellt die Gruppe
Verwaltung.
Aufbewahrung: ob Datenbank plus Sicherung reicht oder ein getrenntes Archiv nötig ist. Einordnung: die Pauschalen setzen eine nebenberufliche, gemeinnützige Tätigkeit voraus — ob bezahlte Awareness-Dienste in wiederkehrenden Schichten darunter fallen, ist eine Frage an eine steuerberatende Person. Schulungen und Vorträge sind unkritischer.
Kommunizieren
Was das System von sich aus verschickt — und was nicht.
| Anlass | Mail? |
|---|---|
| Jemand trägt sich selbst ein oder aus | keine Mail |
| Du trägst jemanden ein oder aus | Mail an die betroffene Person |
| Schicht geändert (Zeit, Ort, Typ) | Mail an alle Eingetragenen |
| Schicht gelöscht | Mail an alle Eingetragenen |
| Neue News | Mail, wenn die Person das eingestellt hat |
| Neue Nachricht | Mail, wenn die Person das eingestellt hat |
| Eine Schicht wurde getauscht | Nachricht im Schichtplan an die Koordination und an die abgebende Person |
| Schicht ist unterbesetzt | keine Meldung — da müsst ihr selbst hinschauen |
News oder Treffen?
Technisch dasselbe. Ein Treffen ist eine News mit gesetztem Häkchen, die zusätzlich in einer eigenen Liste erscheint. Faustregel: Ankündigung an alle → News. Termin, zu dem Leute kommen sollen → Treffen.
Wichtiges lässt sich hervorheben — dann steht es oben und fällt farblich auf. Sparsam verwenden, sonst nutzt es sich ab.
Feeds
Es gibt RSS, Atom, iCal und einen JSON-Export der Schichten. Wer eine Anbindung an einen Chat bauen will, fängt dort an — eine fertige Brücke zu Signal oder Telegram gibt es nicht.
Nach dem Einsatz
Stunden gutschreiben
Im Konto einer Person gibt es ein Stundenkonto. Einträge entstehen nicht automatisch aus geleisteten Schichten — sie werden von Hand eingetragen. Wer Stunden dokumentieren will (für Nachweise, für die Vereinsarbeit), muss das bewusst tun.
Nachvollziehen, was passiert ist
Unter Logs steht, wer wann was geändert hat: Ein- und Austragungen, Schichtänderungen, Bestätigungen. Der erste Ort, wenn jemand fragt „wieso stehe ich da nicht mehr drin?“.
Aufräumen
Vergangene Schichten bleiben stehen. Bei vielen Veranstaltungen wird die Liste lang — dafür sind die Tags da. Löschen ist selten nötig und nimmt die Historie mit.
Betrieb (nur Admin)
Was nur die Technik-Gruppe angeht.
| Seite | Was | Gruppe |
|---|---|---|
| Konfiguration | Fast alle Einstellungen: Name, Registrierung an/aus, Austragefrist, welche Profilfelder es gibt, Willkommenstext, FAQ. Änderungen wirken sofort. | Technik |
| Plugins | Erweiterungen an- und abschalten. Hier stehen unsere drei: AwarenessInventar (Material), AwarenessTausch (Schichttausch) und AwarenessHonorar (Honorare), AwarenessMail (Tonfall und Reichweite der Mails), AwarenessVoraussetzungen (die drei Grenzen) und AwarenessTeam (Verfügbarkeit, Selbstauskunft, Teams). | Technik |
| Gruppenrechte | Welche Gruppe was darf. | Technik |
| Logs | Alle Änderungen im System. | Verwaltung (alle), Schichtkoordination (eigene) |
| Programm importieren | Fahrplan-Import aus einer XML-Datei. Für uns bisher ohne Nutzen. | Verwaltung |
Der Knopf Deinstallieren unter Plugins wirft die Tabellen des Plugins weg — beim Material-Plugin den kompletten Bestand, beim Honorar-Plugin alle ausgestellten Nachweise. Deaktivieren blendet es nur aus und lässt die Daten stehen. Im Zweifel deaktivieren.
Sicherungen
Die Datenbank wird jede Nacht um 03:15 gesichert, 14 Tage rückwirkend. Vor größeren Eingriffen — Qualifikationen umbenennen, ein Plugin deinstallieren, viele Schichten löschen — lohnt eine Sicherung von Hand.
Updates
Engelsystem-Updates kommen nicht automatisch. Nach jedem Update müssen unsere Anpassungen neu angewandt werden — deutsche Begriffe, Pronomen-Länge, Login-Überschrift, Plugin-Verknüpfung. Dafür gibt es ein Skript im Repo (server/engelsystem-anpassungen.sh). Das ist Technik-Arbeit, keine Koordinationsarbeit.
Grenzen des Systems
Damit niemand nach etwas sucht, das es nicht gibt.
| Wunsch | Stand | Behelf |
|---|---|---|
| Schichten untereinander tauschen | geht | Eigenes Plugin, Menüpunkt Schichttausch — siehe unten |
| Qualifikation mit Ablaufdatum | fehlt | Bestätigung von Hand entziehen, oder Jahreszahl im Namen |
| Honorar und Aufwandsentschädigung | geht | Eigenes Plugin, Menüpunkt Honorar — siehe unten |
| Meldung in Signal oder Telegram | fehlt | RSS-, Atom- und iCal-Feeds |
| Meldung bei unterbesetzter Schicht | fehlt | Startseite oder Team → Schichtbesetzung anschauen |
| Einladung zu passenden Schichten | von Hand | Team → Wer kann wann — gezielt anfragen statt Rundmail. Automatisch verschickt wird nichts. |
| Unverbindliche Kann-Abfrage | geht | Verfügbarkeit unter Team — keine Zusage, aber die Koordination weiß, wen sie fragen kann |
| Backup-Person je Schicht | behelfsweise | Eigene Qualifikation Awareness-Backup mit eigenem Bedarf |
| Anmelden ohne Passwort | fehlt | „Passwort vergessen“ leistet dasselbe über die E-Mail |
Material, Schichttausch, Honorar, Verfügbarkeit und die drei Grenzen bringt Engelsystem nicht mit — das sind fünf eigene Plugins. Was weiterhin fehlt: Qualifikationen mit Ablaufdatum und eine Anbindung an Signal oder Telegram. Beides wäre machbar; sagt Bescheid, wenn es dringend wird.